Strategie Trading mit Pivot Punkten

1. Was sind Pivot Punkte?

Pivot Punkte sind Preislevel, die man in der technischen Analyse nutzen kann.
Mit Pivot Punkte werden Widerstands-/Unterstützungsebenen erkennbar.
Diese lassen sich aus der vergangenen Periode berechnen.

Für die Berechnung ist es am gebräuchlichsten, die Nutzung des vorangegangenen Handelstag zu nutzen.

Berechnet werden die 7 Pivot Punkte (R3, R2, R1, P, S1, S2, S3).

Diese 7 Pivot Punkte gelten dann für den aktuellen Handelstag als Widerstand und Unterstützungszonen.

Wie sich in dem Chart erkennen lässt, wird der Kurs des öfteren an den Pivot Punkten
abgewiesen.
Das liegt vorwiegend an der Widerstandskraft der Punkte.

Dies eröffnet eine Möglichkeit, einen Einstieg an den markierten Zonen in die Gegenrichtung zu finden.

2. Berechnung von Pivot Punkten

Zur Berechnung der Pivot Punkte für den aktuellen Handelstag, wird das High, Low und der Schlusskurs des vorherigen Handelstages verwendet.

Diese Werte werden in die folgende Formel eingesetzt:

Bezugnehmend auf die Ranges des Vortages wird ein Mittelwert berechnet.

Die Berechnung bezugnehmend auf den Vorhandelstage, kann auch mit der Vorhandelswoche vorgenommen werden.
Damit wird das Preislevel für die aktuelle Handelswoche berechnet.

Die Berechnung der Pivot Punkte muss nicht mehr manuell erfolgen.
Dafür wurden Indikatoren entwickelt. Diese berechnen die Preislevel automatisch und zeichnen diese auf den Chart ein. Eine Einstellung auf Tages- oder Wochenbasis kann erfolgen.

3. Trading Setups mit Pivot Punkten

Um ein Trading-Setup mit Pivot Punkten zu finden, sollte sich der Kurs sehr dicht an einem der Pivot Punkte befinden oder sogar berühren.
Ist dies erfüllt, kann man bereits von einer Einstiegszone für einen potenziellen Trade sprechen.

Festzuhalten ist, dass die äußeren Pivot Punkte (R3 und S3) eine höhere Widerstandskraft haben als die inneren.
Das hängt mit der großen Distanz zu den äußeren Pivot Punkten zusammen.
Der Kurs muss eine größere Strecke zurücklegen, um die äußeren Punkte zu erreichen.
Wenn dieser Kurswert erst einmal erreicht ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs sich weiter in die gleiche Richtung bewegt.
Parallel dazu erhöht sich im gleichen Moment die Möglichkeit eines Abpralls am Pivot Punkt R3 / S3.
Deswegen ist die Beachtung auf die äußeren Pivot Punkte sinnvoller als die Konzentration auf das Einstiegslevel.

4. Was sollte beachtet werden bevor ein Trade eingegangen wird?

Angenommen der Kurs befindet sich an einem der äußeren Punkte sollten wir nicht sofort einen Trade eröffnen.
Es macht Sinn die Marktsituation auf weitere Kriterien zu überprüfen:

  • Liegen die Pivot Punkte überdurchschnittlich eng zusammen?
  • Zeigt der übergeordnete Trend in meine Trade-Richtung?
  • Stößt der Kurs mit erhöhtem Momentum auf den Pivot Punkt?
  • Ist ausreichend Platz für einen Stoploss gegeben?
    (Angenommen der Takeprofit liegt beim nächsten Pivot Punkt R2 bzw S2, dann darf die Distanz bis dahin nicht kleiner größer sein als die 2-Fache ATR. Somit hätten wir wenigstens ein CRV von 1:1. Für ein CRV von 1:2 muss die Distanz größer sein als die 4-fache ATR)

Bei Beachtung aller dieser Punkte kann ein Trade eingegangen werden.